An jedem Morgen der 365 Tage im Jahr steht ein Milchspender voll Kuhmilch auf dem Frühstücksbuffet im Hotel Gut Brandlhof bereit. Aber woher kommt diese Milch eigentlich?

An diesen 365 Morgen wird die Brandlhof Milch frisch vom Bauernhof der Familie Volgger, die den Grünland-Milchviehbetrieb “Nusserbauer” seit 1929 führt, geliefert. Dieser liegt nur auf einer zehn-minütigen Radstrecke zwischen Brandlhof und Weißbach Ort entfernt. Neben der Milchproduktion spezialisiert sich die Familie auf den Zucht-Rinderverkauf und betreibt eine Hobby-Pferdezucht. Wir haben den Bauernhof besucht und mit Familie Volgger gesprochen.

Der Milchviehbetrieb wird seit 15 Jahren von der dritten Generation der Familie, von Sohn Josef mit seiner Frau Marina und mit Unterstützung von Josefs Eltern, geleitet. Neben der täglichen Lieferung an den Brandlhof wird die Milch für die heimische Molkerei, die ebenso auf Regionalität, Umwelt und Nachhaltigkeit achtet, produziert. So ist eine Weiterverarbeitung der qualitativ hochwertigen Rohmilch ohne Qualitätsnachlass garantiert. Die Familie stellt hohe Ansprüche an sich selbst sowie an ihren bio-zertifizierten Milchviehbetrieb und pflegt eine tierliebe Philosophie. Sie meint: “Uns ist die Nachhaltigkeit, das biologische Wirtschaften im Sinne der Kreislaufwirtschaft besonders wichtig.”

Um 5:30 Uhr von den Kühen gemolken, findet sich die Milch schon um 7:00 Uhr in den Müslischüsseln der Brandlhof Gäste sowie als Speisezutat in der Brandlhof Küche wieder. Um dies möglich zu machen, steht Familie Volgger um 5:00 Uhr morgens auf. “Aber das fällt uns nicht schwer, wir haben ja einen tollen Wecker” lachen Marina und Josef und deuten auf ihre 2-jährige Tochter Sarah. Diese hilft bereits gerne und brav mit und bildet gemeinsam mit ihrem Geschwisterl die vierte Generation der Familie, die den Betrieb einmal übernehmen wird.

Beim morgendlichen sowie beim zweiten täglichen Milchgang um 17:30 Uhr wird Rohmilch – also weder standardisiert, pasteurisiert, noch homogenisiert – produziert. Die Weiterverarbeitung findet in der Molkerei statt.

Die Kälber werden im Betrieb geboren und wachsen in Gruppenhaltung auf Stroh auf. Ab nur wenigen Wochen auf der Welt können sich die Herdentiere auf der Weide hinter dem Bauernhof frei bewegen. Im Winter halten sich die Kühe im Stall mit Auslauf auf, im Sommer dürfen sie frische Almluft genießen.

Ein hohes Qualitätsmerkmal ist auch das Futter, welches fast ausschließlich aus Heu von der eigenen Weide besteht. Das notwendige Kraftfutter wird aus österreichischen Bio-Betrieben zugekauft. Denn Futter wird vieles benötigt: 20 kg Trockensubstanz – und das nicht pro Woche, sondern pro Tag und pro Tier.

Mit etwa zweieinhalb Jahren sind die Paarhufer “qualitativ hochwertige” Milchkühe, haben sie das passende Alter erreicht, werden Sie verkauft. Die Nachhaltigkeit und ein gutes Leben für die 30 Milchkühe mit ihrem Nachwuchs sind der Familie nicht nur bei der Haltung oder beim Futter wichtig, sondern auch beim Verkauf. Sie achten bei diesem besonders darauf, dass die Tiere in einen Betrieb kommen, in dem sie ein gutes Leben führen und alt werden können: “Die Kühe sind reine Milchkühe und sollen nicht auf dem Teller landen. Uns ist es absolut wichtig, dass unsere Tiere auch in Bio-Betrieben weiterleben können.” Zu einer nachhaltigen Lebensform gehört auch, dass die Tiere hauptsächlich innerhalb Österreichs und nicht weiter als nach Südtirol und Bayern verkauft werden.

“Für die Zukunft wünschen wir uns weiterhin eine so gute Zusammenarbeit mit unseren Kunden, über weitere Jahre und Jahrzehnte. Vor allem in so einer schnelllebigen Zeit wie heute..”, betonen Marina und Josef.