Der Brandlhof ist für seine Mitarbeiter nicht nur ein Arbeits- und  Wohnort oder ein Platz, an dem Freundschaften geschlossen werden. Sondern das Haus bietet auch echtes Potenzial, um die große Liebe zu finden – so erging es unserer Rezeptionistin Andrea und unserem Küchenchef Richard, welche bei einem Gespräch ihre gemeinsame Geschichte erzählen.

 Wie alles begann

Die beiden lernten sich über die Arbeit im Jahr 2003 kennen. Zu dieser Zeit war der Pinzgauer Richard als Koch im Brandlhof angestellt und Andrea, aus Deutschland stammend, begann eine Lehre zur Hotel- und Gastgewerbeassistentin und wurde später zur Rezeptionsleiterin. Anfangs nur Arbeitskollegen, lernten sie sich beim gemütlichen Beisammensitzen nach der Arbeit, bei Geburtstagsfeiern von Kollegen und bei anderen Events besser kennen. Andrea & Richard antworten auf die Frage, wie sie sich ineinander verliebt haben, dass es „zur richtigen Zeit und am richtigen Ort einfach gefunkt hat“. Das war im November 2009.

Arbeits- und Privatleben als neue Aufgabe

Andrea als Rezeptionsleiterin und Richard als Küchenchef sahen nie ein Problem darin, im selben Betrieb zu arbeiten. Beide waren für ihre Abteilung und Mitarbeiter verantwortlich und wollten nicht, dass private Themen in das Berufsleben einfließen oder umgekehrt. Sie vereinbarten eine strikte Trennung zwischen Privat- und Arbeitsleben. Dies schafften sie so gut, dass viele ihrer Kollegen lange nicht wussten, dass sie zusammen sind.

Genau so professionell und neutral arbeiten sie auch heute im Brandlhof. Sie meinen, dass sie bis zur Einfahrt in die Hotelanlage ein Paar sind und hinter den Mauern zu Arbeitskollegen werden. Es ist ihnen wichtig, sich für ihre Abteilung, für Rezeption und Küche, einzusetzen und auch Dinge ansprechen zu können, die zwischen den beiden Abteilungen nicht tadellos ablaufen. Zuhause sprechen sie nachwievor nicht über die Arbeit. Das ist ihnen wichtig. Außer es gibt ein Thema, das die beiden besonders beschäftigt, „was man ja mit dem Partner auch so zuhause bespricht“.

Eine Herausforderung stellt die Planung der gemeinsamen Freizeit dar. Denn Rezeption und Küche haben sehr unterschiedliche Arbeitstage und -zeiten. So beispielsweise ist der Sonntag ein Ab- und Anreisetag- daher ein sehr ruhiger für die Küche, aber ein Hauptarbeitstag für die Rezeption.
Durch den gemeinsamen Zusammenhalt schaffen es die beiden aber, Privat- und Berufsleben zu vereinbaren und die gemeinsame Zeit zu nützen.

Die schönsten Momente

Auf die Frage, welche die schönsten Momente auf ihrem bisherigen gemeinsamen Weg waren, ist die erste Antwort- die ohne zu überlegen nur so aus ihnen „heraussprudelt“: „Die Geburt von unserem Benjamin im Jahr 2015.“

Um das Glück noch vollkommener zu machen, erhielt Andrea am 5. Juni 2016 im Rahmen der Taufe von Benjamin einen für sie völlig unerwarteten Heiratsantrag vor Familie und Freunden. Diese erklärten Andrea & Richard, dass eine Verlobung ein Jahr aufrecht ist, bis ein Verlobungsring gekauft werden muss. Andrea & Richard schlossen innerhalb von nur zwei Monaten die größten Vorbereitungen ab und zwei Tage vor der genannten Frist, am 3. Juni 2017, gaben sie sich das Jawort.

Die Hochzeitslocation

Die Hochzeitsfeier fand – wo sonst – im Hotel Gut Brandlhof statt. Auf die, auch wenn etwas irrelevante Frage, wieso sie den Brandlhof als Ort gewählt haben, antworten Andrea & Richard: „Weil wir uns hier kennengelernt haben. Das war unser Ding. Wir wissen, was der Brandlhof bietet und dass unsere Kollegen Erfahrung in diesem Bereich haben. Wir hatten keinen Wedding Planner, aber wussten, dass wir diesen auch nicht brauchten. Unsere Kollegen gaben uns Tipps und haben uns voll unterstützt.“
Und ihre Trauzeugen? Auch „Brandlhofer“. Richards Trauzeuge ist ehemaliger Lieferant vom Haus und Andreas Trauzeugin langjährige Freundin und Rezeptions-Kollegin.

So ist die Hochzeit der „zweite schönste Moment“ auf Andreas & Richards gemeinsamen Weg.

Das Leben heute

Heute leben die beiden mit ihrem Benjamin in einem Haus, umgeben von Freunden und Familie. Andrea arbeitet wieder Teilzeit an der Rezeption und Richard ist Küchenchef vom Brandlhof. Er versucht, so viel Zeit wie möglich mit Andrea und Benjamin zu verbringen.
Auf die Frage, wie ihre gemeinsame Zukunft aussehen soll, betonen Andrea & Richard: „Wir möchten einfach die Zeit zusammen genießen.“

 


Tipps einer Wedding Plannerin

Bei der Planung der Hochzeit gab es zwischen Andrea & Richard keine Unstimmigkeiten. Sie wussten genau, welche Blumen, welche Dekoration und natürlich welche Location sie haben wollten. Zwar hatten sie keine/n HochzeitsplanerIn engagiert, konnten sich bei der Organisation und am großen Tag aber auf ihre Freunde und Kollegen verlassen. Sie feierten ihre Traumhochzeit.
Für die Paare, die noch vorhaben, zu heiraten und sich nicht sicher sind, worauf bei der Planung und am Hochzeitstag selbst besonders geachtet werden muss, verrät Wedding Plannerin Angelika Veith, worauf es ankommt, um seinen großen Tag unvergesslich werden zu lassen.

Interview mit Angelika Veith

1)  Seit wann üben Sie Ihren Job aus und was macht Ihnen daran am meisten Spaß?
Meine ersten Erfahrungen als Hochzeitsplanerin habe ich 2008 während meines Studiums der Kommunikationswissenschaften gesammelt. Damals – noch als Assistentin von zwei professionellen Hochzeitsplanern – habe ich sozusagen zum ersten Mal “Blut geleckt”. Nachdem ich fertig studiert habe, entdeckte mein damaliger Freund, dass es eine Ausbildung zur Wedding Plannerin am WIFI gibt und da mir der Job sehr viel Spaß gemacht hat, bewarb ich mich für die Ausbildung und durfte sie Ende 2011 absolvieren. Ein Jahr später gründete ich mein eigenes kleines Unternehmen, um künftig selbständig Brautpaare bei ihrer Hochzeitsorganisation zu unterstützen.
Es gibt einen besonders schönen Moment während meiner Arbeit: Und zwar, wenn die Braut in die Kirche (oder einem anderen Trauungsort) einzieht und ihr Strahlen den ganzen Raum erfüllt. Ich fühle mich richtig geehrt, Teil dieses intimen Moments sein zu dürfen. Und jedes Mal bin ich auch auf‘s Neue gerührt.

2)  Ihrer Erfahrung nach – wer macht eher den Antrag: Braut oder Bräutigam?
Klassisch: Bräutigam

3)  Wenn mehrere Locations für die Feier zur Auswahl stehen – Wie entscheidet man sich am besten für eine?
Bei der Wahl der Location sind mehrere Faktoren wichtig:
1. Die Location soll nicht nur einen netten Outoor-Bereich haben, sondern das Brautpaar soll sich auch darin sehr wohl fühlen! Es passiert so häufig (auch im Hochsommer), dass die Hochzeitsgesellschaft aufgrund des Wetters Indoor feiern muss.
2. Genug Platz für alle Hochzeitsgäste. Weder zu weitläufig noch zu eng sollte es in der Location sein. Beides kann auf die Stimmung drücken.
3. Das Essen. Wenn es eine hauseigene Küche gibt, so muss die vorab unbedingt getestet werden damit es keine bösen Überraschungen gibt.
4. Die Vermietung sollte passen. Passt die Chemie zwischen Vermieter/In und dem Brautpaar nicht, kann dies zu unangenehmen Situationen während der Hochzeit führen. Es ist wichtig, dass sich das Brautpaar auf den Vermieter verlassen kann.

4)  Über welche Themen streiten sich Brautpaare bei der Hochzeitsplanung am häufigsten? Wie kann dies umgangen werden?
Einladungsliste und damit Größe der Hochzeit. “Wenn Tante Mitzi nicht mitfeiern darf, dann darf Onkel Hans aber auch nicht dabei sein….” Das Brautpaar sollte sich vor der Planung zusammensetzen, um die Größe der Hochzeitsgesellschaft zu besprechen. Am einfachsten wäre es, wenn beide Parts gleich viele Leute einladen. Dann kommt es seltener zu Streitigkeiten. Ansonsten stelle ich immer die Frage, ob das Brautpaar auch wirklich mit der ein oder anderen Person überhaupt in Kontakt war letztes Jahr. Das hilft auch beim Eingrenzen.

5)   Welche Dinge werden bei der Hochzeitplanung am häufigsten vergessen?
Die Zeit! Es ist wichtig die Zeitplanung immer im Auge zu behalten. Rechtzeitig die Location suchen und den bevorzugten Fotografen oder Floristen zu kontaktieren. Brautpaare bedenken oft nicht, dass die Traumlocation oftmals Jahre zuvor ausgebucht ist. Woher auch?

6)  Wie reagiert man am besten, wenn Braut oder Bräutigam kurz vor der Trauung kalte Füße bekommt?
Am besten ist es, wenn man sich in Erinnerung ruft, warum man diesen Menschen heiraten wollte und was ihn ausmacht. Kamille, Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblumenkraut oder Lavendel funktionieren auch wenn der Bauch kribbelt, das Herz klopft und die Hände feucht werden. Manchmal soll es aber auch einfach nur das obligatorische Schnapserl sein, um die Nervosität zu bändigen 🙂

7)   Welcher Aspekt ist für eine Traumhochzeit der wichtigste?
Mein Slogan lautet, dass eine Hochzeit persönlich, individuell und mit Herz gestaltet und gefeiert werden soll. Mit Liebe zum Detail wird das Fest dadurch – egal ob Regen oder nicht – zu einem unvergesslichen Happening.